Verbandsjugendfeuerwehr Wetzlar
Verbandsjugendfeuerwehr feiert 50-jähriges Bestehen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Timo Gröf   
Sonntag, den 11. Februar 2018 um 17:09 Uhr

Die Verbandsjugendfeuerwehr Wetzlar hat am Freitagabend ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Rund 90 Funktionsträger aus Feuerwehr und Politik waren der Einladung in das Dorfgemeinschaftshaus Hohensolms gefolgt.

Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst (Hohenahr-Mudersbach) nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte. Dabei ging er nicht nur auf die Entwicklung der Feuerwehren ein. Er stellte diese auch in den Kontext des Zeitgeschehens, sowie der technischen und gesellschaftlichen Veränderungen. In den 60er-Jahren entwickelte sich die Idee, Jugendliche durch ein Freizeitangebot an die Feuerwehr heranzuführen. Die erste Jugendfeuerwehr im Altkreis Wetzlar wurde 1964 in Lahn-Atzbach gegründet. 1966 folgten Wetzlar-Hermannstein und Bischoffen. Um die Anliegen, Probleme und Wünsche der Jugendfeuerwehren im Altkreis Wetzlar zu vertreten und die Feuerwehren in ihrer Jugendarbeit zu unterstützen, erfolgte 1967 die Gründung der Verbandsjugendfeuerwehr in Wetzlar. Georg-Philipp Duchardt aus Bieber wurde zum ersten Verbandsjugendfeuerwehrwart gewählt. Jüngst hatte den heute 94-Jährigen erst kürzlich besucht, der sich gerne an diese Zeit zurückerinnerte. Die Blauröcke aus Aßlar, Aßlar-Berghausen und Braunfels-Bonbaden folgten 1969. Anfang der Siebziger gründeten sich 17 weitere Gruppen, 1979 gab es schon 34 Jugendfeuerwehren.

Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte
Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte

Schon damals traf sich der Nachwuchs unter Koordination der Verbandsjugendfeuerwehr zu ersten Wettkämpfen und Zeltlagern. Unter Verbandsjugendfeuerwehrwart Günter Schuster (Hüttenberg) trafen sich die jungen Blauröcke 1981 erstmals zum gemeinsamen Wandern. Diese von da an jährlich stattfindende Veranstaltung, wie auch die Wettkämpfe, Zeltlager und gemeinsame Ausflüge, erfreuen sich bei den Jugendlichen bis heute großer Beliebtheit. Auf Schuster folgten Jürgen Ambrosius (Leun-Biskirchen, 1983-1994), Markus Stroh (Wetzlarm 1994-2008), Alexander Lotz (Aßlar (2008-2012), Michael Stroh (Lahnau-Atzbach, 2012-2016) und Reiner Jüngst (seit 2016). Heute sind 63 Jugendfeuerwehren mit rund 680 Jugendlichen im Verbandsgebiet aktiv. Die Mitgliedszahlen sind allerdings seit vielen Jahren rückläufig. Die Gründe dafür liegen in einer insgesamt rückläufigen Kinderzahl, bei einem zugleich breiterem Freizeitangebot.

Wie sich die Schutzausrüstung in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, zeigten die Mini- und Jugendfeuerwehr Erda in einer Modenschau. Eine schwungvolle Tanzeinlage der „Get Real Dance Community“, unter Leitung von Jasmin Jordan (Hohenahr), rundete das Programm ab.

Mini- und Jugendfeuerwehr Erda zeigten eine Modenschau, für die sich Reiner Jüngst (l.) bedankte
Mini- und Jugendfeuerwehr Erda zeigten eine Modenschau, für die sich Reiner Jüngst (l.) bedankte

Die „Get Real Dance Community“ präsentierte eine schwungvolle Tanzeinlage
Die „Get Real Dance Community“ präsentierte eine schwungvolle Tanzeinlage

Zuvor hatten Hohenahrs Bürgermeister Armin Frink (parteilos), Landrat Wolfang Schuster (SPD), MdL Frank Steinraths (CDU) für die ebenfalls Anwesenden MdB Hans-Jürgen Irmer (CDU), Dagmar Schmidt (SPD) und Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU), Dr. Matthias Büger (FDP) und Cirsten Kunz (SPD) für die Kreistagsfraktionen, Kreisbrandinspektor Rupert Heege und Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell in Grußworten ihre Gratulationen überbracht. Sie alle dankten den aktiven und ehemaligen Kameraden für die engagierte Jugendarbeit in den Feuerwehren und unterstrichen deren Bedeutung für den Fortbestand des flächendeckenden, freiwilligen Feuerwehrwesens. Dem schlossen sich auch der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Wetzlar, Michael Stroh, Landesjugendfeuerwehrwart Markus Potthoff, der eheamlige Verbandsjugendfeuerwehrwart Jürgen Ambrosius, Erich Schmidt (Bezirksjugendring Wetzlar Land), Jeanette Müller (Nassauischer Feuerwehrverband), Brigitte Kintscher (Kreisjugendfeuerwehr Limburg-Weilburg), Frank Heidrich (Verbandsjugendfeuerwehr Dill) und Robin Neul (THW-Jugend Wetzlar) an. Der abschließende Dank der Verbandsjugendleitung galt Reiner Jüngst und dessen Tochter Jennifer, die mit ihrem Einsatz maßgeblich zum Gelingen der Jubiläumsfeier beitrugen.


Rund 90 Funktionsträger aus Feuerwehr und Politik waren der Einladung der Verbandsjugendfeuerwehr in das Dorfgemeinschaftshaus Hohensolms gefolgt
Rund 90 Funktionsträger aus Feuerwehr und Politik waren der Einladung der Verbandsjugendfeuerwehr in das Dorfgemeinschaftshaus Hohensolms gefolgt

Zwei Verbandsjugendfeuerwehrwarte, die sich gut verstehen: Frank Heidrich vom Verband Dill (l.) gratuliert Reiner Jüngst
Zwei Verbandsjugendfeuerwehrwarte, die sich gut verstehen: Frank Heidrich vom Verband Dill (l.) gratuliert Reiner Jüngst

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Februar 2018 um 17:32 Uhr
 
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